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Gold und Mehrwertsteuer

Gold kaufen Mehrwertsteuer

Gold kaufen Mehrwertsteuer: Dies ist eine immer wieder gestellte Frage, die sich zunächst knapp beantworten lässt: Auf Anlagemünzen und Barren fällt keine Mehrwertsteuer an, diese Regelung gilt international. Sammlermünzen, auch Münzen anderer Edelmetalle werden hingegen mit Mehrwertsteuer gehandelt, bei den meisten Silbermünzen gilt in Deutschland der ermäßigte Mehrwertsteuersatz von sieben Prozent.

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Was sind Anlagemünzen in Gold?

Der deutsche Gesetzgeber definiert die Anlagemünze unter vier Voraussetzungen:

  • Prägung nach 1800
  • Feingehalt mindestens 90% (900/1000)
  • Zahlungsmittel im Herkunftsland

Auch darf der Verkaufspreis einer Anlagemünze den Offenmarktwert - also den aktuellen Goldpreis - ihres Goldgehalts nur um höchstens 80 Prozent übersteigen. Das ist ja gerade das Typische an Sammlermünzen: Diese werden durch ihren hohen numismatischen Wert um ein Vielfaches höher gehandelt, als ihr reiner Goldgehalt beträgt. Wer sich nun die aktuell gehandelten Anlagemünzen anschaut, wird feststellen, dass deren Wert in keinem Fall auch nur annähernd an einen 80-prozentigen Aufschlag auf den Goldwert heranreicht. Vielmehr werden sie relativ nah am Goldpreis verkauft. Natürlich übersteigt ihr Wert bei Weitem den auf den Münzen aufgeprägten Nennwert.

Warum entfällt die Mehrwertsteuer beim Goldkauf?

Wenn Gold als Zahlungsmittel verwendet wird, entfällt die Mehrwertsteuer, die auf Zahlungsmittel grundsätzlich nicht entrichtet wird. Das ist im Falle von Anlagemünzen und Goldbarren der Fall und in der EU-Richtlinie 98/80/EG festgehalten, die erlassen wurde, um Gold als Finanzinstrument besser in den Verkehr zu bringen. Doch Vorsicht: Diese Richtlinie gilt nicht oder nicht in jedem Fall für Goldschmuck. Sobald Gold industriell oder handwerklich zu Produkten verarbeitet wurde, kann - muss aber nicht - darauf Mehrwertsteuer erhoben werden. Die EU-Mitgliedsstaaten können hierauf eine Option gewähren, die für Hersteller von Anlagegold und gewerbliche Händler gelten kann. Dabei ist regelmäßig zu unterscheiden, ob der Juwelier das Gold mit oder ohne Mehrwertsteuer (in der Regel in Barren) bezogen hat. Sollte er also beispielsweise Altgold (keine Barren) von einem anderen Händler mit Mehrwertsteuer bezogen haben, kann er diese entweder zum Vorsteuerabzug bringen oder auf den Verkauf des neu herstellten Schmucks aufschlagen. Da diese Steuer, wenn er das täte, im Gesamtpreis des Schmucks verschwinden würde, dessen Herstellung (die handwerkliche Arbeit) und andere Komponenten ohnehin mit Mehrwertsteuer belastet werden, merkt das niemand, es wird auch nicht kommuniziert. Käufer und Verkäufer von Altgold, vor allem Schmuck und Zahngold, sollten daher nicht über die Mehrwertsteuer stolpern, wenn sie erhoben oder bezahlt wird. Die definitive Befreiung gilt nur für Anlagemünzen und Goldbarren.