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Goldhandel

Gold an der Börse handeln

Wer Gold an der Börse handeln möchte, hat dazu mehrere Möglichkeiten. Die Anlage in Goldfonds ist ebenso möglich wie das Handeln von Derivaten auf Gold. Einige der angebotenen Fonds und ETFs (Exchange-traded funds) sind mit physischem Gold unterlegt, das sich die Anleger liefern lassen können. Der direkte Handel eines Investors mit physischem Gold an der Börse ist mit hohen Hürden versehen, unter anderem werden hohe Kapitalanforderungen gestellt.

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Warum Gold an der Börse handeln?

Anleger möchten gern von den börslichen Wertsteigerungen des Goldes profitieren, weil sie vermuten, dass der Handel mit Barren und Münzen nicht in jedem Fall strikt am börslichen Goldpreis ausgerichtet ist beziehungsweise weiteren Konditionen unterliegt, die nicht allein vom börslichen Goldpreis abhängen. Auch wird die börsliche Anlage in Gold steuerlich anders behandelt, hier entfällt lediglich die Kapitalertragssteuer auf Gewinne. Wer hingegen privat physisches Gold handelt und dabei Gewinne erzielt, muss diese mit seinem persönlichen Einkommenssteuersatz versteuern, der vielfach höher liegt als die Kapitalertragssteuer (25 Prozent + Soli + Kirchensteuer). Börslich wird physisches Gold etwa an der Londoner LME (London Metal Exchange) gehandelt, hier haben nur professionelle Marktteilnehmer Zugang, die bilateral miteinander handeln (OTC - over the counter). Weitere Weltbörsen wie etwa Shanghai sind nur Inländern zugänglich. Daher haben sich Spezialanbieter etabliert, die physisches Gold an Privatanleger verkaufen und es von diesen ankaufen, wobei strikt der Börsenpreis gilt. Das Gold wird physisch unterlegt und kann angefordert werden, was allerdings viele Privatanleger aus Sicherheitsgründen eher nicht unternehmen. Zu diesen Spezialanbietern gehören auch deutsche und andere europäische Banken, wobei die Anleger direkt online Gold an der Börse handeln.

Gold an der Börse handeln über Wertpapiere

Die Anlage in Goldfonds, ETFs (mit sehr geringem Ausgabeaufschlag), Goldminenfonds, Futures auf Gold und Goldderivaten wird nicht mit physischem Gold für den Anleger unterlegt, dieser partizipiert lediglich von der Entwicklung des entsprechenden Wertpapiers. Hierzu gibt es mehrere Möglichkeiten: Der Anleger kann bei seiner Bank ein entsprechendes Wertpapier kaufen, wozu ihm die Bank ein Wertpapierdepot einrichtet. Wiederum werden die meisten Anleger selbst online das Gold an der Börse handeln. Auch ist es möglich, sich bei einem Onlinebroker anzumelden und bei der Einstufung in die entsprechende Risikoklasse die Orders auf Derivate oder Fonds völlig selbstständig aufzugeben. Der Handel mit gehebelten Derivaten ist hochspekulativ, bringt aber den Vorteil mit sich, dass Anleger auch von einem fallenden Goldpreis profitieren und sich mit Derivaten auf steigende und fallende Kurse hedgen können. Wer auf diese Weise Gold an der Börse handeln möchte, sollte die Märkte zunächst eine Weile beobachten.