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Goldpreis historisch

Der Goldpreis - historische Entwicklung

Die historische Goldpreisentwicklung lässt sich theoretisch auf Jahrtausende per Interpolation zurückverfolgen, allerdings wird die Datenlage mit fernerer Geschichte zwangsläufig immer ungenauer. Zumindest für die Zeit zurück bis zur römischen Antike gibt es recht genaue Untersuchungen, für die letzten zwei Jahrhunderte (ab 1800) sogar webbasierte Goldcharts. Diese zeigen übrigens ein erstaunliches Bild: Eine wirklich signifikante Goldpreisentwicklung gab es erst ab den 1960er Jahren, zuvor stagnierte der Preis über anderthalb Jahrhunderte auf annähernd gleichem (niedrigem) Niveau.

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Historie bis zum frühen 20. Jahrhundert

Goldmünzen gab es seit dem sechsten vorchristlichen Jahrhundert, der lydische König Krösus (590 - 541 v. Chr.) ließ sie als Erster prägen. Im Römischen Reich waren sie neben Silbermünzen gängiges Zahlungsmittel, ihr Wert schwankte danach über Jahrhunderte vor allem mit ihrer Reinheit, diversen Fälschungen und dem dadurch schwindenden und wieder zunehmenden Vertrauen der Menschen. Die Goldproduktion hingegen blieb relativ konstant, da sich die Produktionsmethoden im ersten christlichen Jahrtausend bis etwa 1400 nur wenig änderten - Gold wurde aus Bergerzen geschlagen oder aus Bächen ausgewaschen, Letzteres hält sich in Teilen der Welt bis heute. Im 15. Jahrhundert erreichte Gold nach einem Vergleich mit anderen Sachwerten (vorwiegend den durch Urkunden belegten Preisen von Immobilien und Grundstücken) seinen höchsten Preis, der nach heutigem Verständnis bei rund 1.000 Dollar gelegen haben könnte. Das ist natürlich eine grobe Interpolation, auch einen Dollar gab es nicht, es müssen für diese Schätzung mehrere Umrechnungsverfahren eingesetzt werden. Dann entdeckte Christoph Kolumbus 1495 Südamerika, ihm folgte der Eroberer Cortez, das Gold der Azteken und Inkas überschwemmte Europa, der Goldpreis sank. Seit dem 17. Jahrhundert wurde er am Londoner Bullion Market fixiert, um 1800 lag er nach heutigem Verständnis bei 19,39 Dollar pro Feinunze. Im 19. Jahrhundert begannen verschiedene Staaten der Welt, ihre Währungen an das Gold zu koppeln, diese Bindung wurde mehrfach aufgegeben (unter anderem zwischen den beiden Weltkriegen des 20. Jahrhunderts) und wieder eingeführt. Zuletzt gaben die USA 1973 die Goldpreisbindung des Dollars auf. Der Preis selbst bewegte sich nur gering und lag um 1900 bei 20,67 Dollar pro Feinunze.

Historischer Goldpreis in Euro

Entwicklung im 20. Jahrhundert

Vor allem die Kriege des 20. Jahrhunderts ließen die Anleger ins Gold flüchten, daneben natürlich auch die Große Depression der 1920er Jahre und schließlich die Währungsentwicklungen nach der Bretton-Woods-Konferenz von 1944. Nach der Aufgabe des Goldstandards erreichte der Preis 1980 ein Hoch bei 612,56 Dollar, sank dann wieder auf eine Range zwischen rund 300 bis knapp 600 Dollar (oft aber nur um 400 bis 500 Dollar) und begann erst im Zuge der Finanzkrisen seit 2000 so exorbitant zu steigen, dass er im Herbst 2011 ein All-Time-High bei 1.920 Dollar erreichte. Das Fazit fällt nüchtern aus: Während der gesamten Menschheitsgeschichte war Gold noch nie auch nur annähernd so teuer wie gegenwärtig.

Goldpreise