Goldpreis-Goldkaufen.de | Gold und Mehrwertsteuer | Goldverkauf richtig | Gold News

Goldrechner

Was hat Einfluss auf den Goldpreis?

Der Goldpreis wird von zwei hauptsächlichen Faktoren bestimmt: der Differenz zwischen Angebot und Nachfrage nach physischem Gold und der angstgetriebenen Flucht der Anleger in Gold, Goldderivate und Aktien von Goldminen bei schlechter Wirtschaftslage ("sicherer Hafen Gold"). Daneben entwickeln an der Börse gehandelte Werte auch eine Eigendynamik, wenn sich erst einmal ein Trend etabliert hat. So geschah es beim Gold seit Beginn der 2000er Jahre. Gebeutelt von mehreren internationalen Wirtschaftskrisen stießen immer mehr Anleger ihre Aktien ab und investierten stattdessen in Gold - bis das gelbe Edelmetall ein historisches Preishoch ausbildete.

Anzeigen:

Goldrechner

Angebot und Nachfrage nach physischem Gold

Das Angebot an physischem Gold stammt aus dem Handelskreislauf des bereits vorhandenen Goldes, der Förderung neuen Goldes in Minen und dem Recycling. Besonders die Förderung in Minen steigt beständig an, die weltweit förderbaren Vorkommen könnten aber zu Beginn des dritten Jahrtausends an ihre Grenzen gestoßen sein. Das bedeutet, mit den gegenwärtigen technischen Mitteln kann kaum noch mehr Gold gefördert werden, während der Bedarf weiter steigt. Damit muss der Goldpreis steigen. Hierbei ist zu beachten, dass sich die gegenwärtigen technischen Mittel weiterentwickeln werden, wie das auch bei anderen Rohstoffen zu beobachten ist (etwa der Förderung von Erdöl aus Ölsanden, ein vor wenigen Jahrzehnten noch undenkbares Verfahren), auch kann sich die Handelspolitik der Zentralbanken bezüglich ihrer Goldreserven ändern. Bislang dürfen sämtliche Zentralbanken der Welt nur bis zu streng limitierten Grenzen Gold auf die Märkte werfen, doch das könnte sich ändern und setzt nur politische Entschlüsse voraus. Solche Veränderungen gab es in der Geschichte, sie hatten große Auswirkungen auf den Goldpreis.

Goldpreis, Wirtschafts- und Börsendaten

Dass der Goldpreis steigt, wenn die Wirtschaft schwächelt, ist sozusagen ein alter Hut. Es gibt hierbei aber auch Auswüchse, wie an der jüngsten Geschichte abzulesen ist. Sämtliche erwachsenen Käufer und Verkäufer von Gold brauchen sich nur ein reichliches Jahrzehnt zurückzuerinnern: Im Jahr 2000 kostete die Feinunze Gold um 300 bis 400 Dollar, im Jahr 2011 waren es 1.920 Dollar. Das war ein historisches Hoch, für das es in der erforschten Wirtschaftsgeschichte (die einige Jahrtausende zurückreicht) kein Beispiel gibt. Zwar gab es mehrere Crashs der Aktienmärkte seit 2000, doch eine so drastische Preissteigerung bei Gold konnte niemand voraussagen. Die Goldpreisentwicklung steht auch in keiner Relation zur Aktienmarktentwicklung, denn die Aktienmärkte schrumpften keinesfalls auf 20 Prozent ihres Wertes seit dem Jahr 2000, sie stiegen sogar leicht, während Gold effektiv (mindestens) fünfmal teurer wurde. Damit ist bewiesen, dass es irrationale Preistrends gibt, was die Anleger beachten sollten.